Computer-Zeichnung: Eine Möhre mit Brille spricht in Mikrofone, daneben eine deutsche Flagge

5 Fragen an „Orangela“ von der GemüseAckerdemie

Ackerdemia ist ein innovatives Sozialunternehmen mit dem Ziel, das Bewusstsein in der Gesellschaft bezüglich Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und gesunder Ernährung zu stärken sowie die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie. Darin bauen Schüler*innen ihr eigenes Gemüse an und beschäftigen sich über ein ganzes Schuljahr hinweg intensiv mit dem Gemüseanbau sowie daran anknüpfenden Produktions- und Konsumthemen. So wird eine Erfahrungswelt geschaffen, die den Schulunterricht fächerübergreifend, sinnvoll und abwechslungsreich ergänzt.

BNE.NRW: Beschreiben Sie bitte das Engagement der GemüseAckerdemie für BNE in drei Schlagworten.

Orangela: Ackern – Ernten – Wertschätzen.

BNE.NRW: Welche Rolle spielt Bildung für den Wandel in der Ernährungskultur – und dabei, dass Menschen wieder wissen wollen, woher ihre Lebensmittel stammen?

Orangela: Bildung spielt dabei eine große Rolle. Beispielsweise können wir mit unserem Bildungsprogramm die Kinder schon früh erreichen, ihnen den Bezug zu Lebensmitteln auf praktische Art und Weise vermitteln und so die Bedeutung der Natur als Lebensgrundlage aufzeigen. Das ermöglicht das nötige Verständnis für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion sowie gesunde Ernährung.

BNE.NRW: Das Gerücht hält sich hartnäckig: Brokkoli auf dem Teller begeistert nicht jedermann und -frau. Wie macht man jungen Menschen Gemüse schmackhaft?

Orangela: Ganz einfach: Man lässt sie es eigenständig anbauen. Das fördert das Interesse und Verantwortungsbewusstsein, die Wertschätzung sowie die Neugierde, zu probieren, was da über Monate hinweg gehegt und gepflegt wurde. Vom eigenen Acker schmeckt dann auch der Brokkoli.

BNE.NRW: Wie lassen sich Menschen für BNE begeistern – wie kommt man ins Gespräch?

Orangela: Indem nicht der Zeigefinger erhoben wird. Im Vordergrund sollen Wert und Vorteile einer nachhaltigen Zukunft sowie Möglichkeiten der eigenen Handlungsfähigkeit stehen. BNE ist eng mit unseren Alltagsthemen verzahnt, weshalb sich immer ein Anknüpfungspunkt findet.

BNE.NRW: Welche Ideen und Projekte möchte die GemüseAckerdemie in Zukunft noch umsetzen?

Orangela: Insgesamt wollen wir natürlich noch viel mehr Kinder und Jugendliche und generell alle Generationen mit unserer Botschaft des Ackers erreichen. Unsere neuesten Programme sind die AckerPause, ein Office Gardening Programm für Unternehmen sowie das Programm Black Turtle. Dabei bauen Privatpersonen in Vergessenheit geratene Gemüsesorten zu Hause an. Weitere Pläne sind noch geheim.

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